Ferrari Purosangue – Der Aerodynamik

Die sehr unterschiedlichen Volumina und Anforderungen des einzigartigen Ferrari Purosangue erforderten ein radikales Umdenken der Entwicklungsmethoden und -lösungen in der Aerodynamikabteilung von Ferrari. Das extrem ehrgeizige Reduzierungsziel beim Luftwiderstand, die besonderen Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit dieses speziellen Modells sowie die Notwendigkeit, den imposanten V12 und die Nebenaggregate zu kühlen, erforderten Hunderte von Stunden im Windkanal und Tausende von CFD-Simulationen. Dies entspricht der Vorgehensweise die bei der Entwicklung von den schnellsten und leistungsstärksten Sportwagen in der Produktpalette eingesetzt wird. Das Hauptaugenmerk bei der Aerodynamik des Purosangue liegt auf der Mittellinie des Fahrzeugs, die sowohl für die Formung der Luftströme als auch für die Verringerung des Luftwiderstands und die Minimierung der Frontfläche entscheidend ist. Die vordere Silhouette des Fahrzeugs wurde in Hinblick auf eine möglichst nahtlose Kontinuität des Profils zwischen der maximalen Wölbung der Motorhaube und dem Querholm der Windschutzscheibe gestaltet. Der hintere Dachabschnitt, die Heckscheibe und der Spoiler erforderten dagegen die meiste Arbeit, da dieser Bereich für die Steuerung von Strömungsabrissen und Druckfeldern von grundlegender Bedeutung ist..